Medeas Töchter* Chor 04.07.2020

Am Samstag, den 4. Juli, gingen Medeas Töchter* zu vier verschiedenen Orten in Wien, um ein altes Chorritual gegen das Patriarchat zurückzubringen. Diese alte Tradition wurde von ihrer Mutter Medea entwickelt und wird von Medeas Töchtern als Teil ihrer eigenen Tradition weiter gepflegt.

In Erinnerung an alle lebenden, toten, ermordeten, vergessenen Mütter und Frauen dieser Welt, über die nie geschrieben wurde. Für diejenigen ohne Denkmäler, Gedenktafeln oder Ehrengräber.

„Geloben Sie mit uns gemeinsam, in Zukunft die Utopien der Frauen exzessiv zu kultivieren, alle
Manifeste feministischen Vorfahr*innen zu lesen, sowie allen Normierungen und Normierungsversuchen des weiblichen Körpers entgegenzutreten.

Geloben sie mit uns gemeinsam, stets eine gute feministische Freundin zu sein und jede Form von Hass, Abwertung und Erniedrigung von Frauen in Stücke zu zerreißen.“

Die Stationen waren:
Theseustempel – gegen die Geschichte, in der es keine Frauen gibt
Morzinplatz beim Denkmal der Opfer der Gestapo – in Erinnerung an alle antifaschistischen Widerstandskämpferinnen damals und heute
Columbusplatz – in Erinnerung an alle Frauen, die Opfer der Kolonialpolitik geworden sind
Donauinsel – U1 – in Erinnerung an alle geflüchtete Frauen

Concept und Regie: Magdalena Chowaniec
Chorleitung: Hannah Heckhausen
Kostüme und Styling: Rosa Wiesauer
Text: Tunay Önder
Im Rahmen von „Medeas Töchter*“ sponsored by SHIFT

Mit: Frederica Bauer, Nina Dafert, Lara Kofler, Vicky Kunz Johanna Mettnitzer, Cristina Rodhe, Sylvia Weitlaner, Lucie Zelnicek, Cassandra und Jasmin